Was ist Narkolepsie?

Neurologisch bedingte Funktionsstörung

Der Begriff Narkolepsie ist aus dem Griechischen abgeleitet:
narke = Erstarrung, Krampf, Lähmung und
lepsis = annehmen, empfangen; und zusammengefasst: » von Schläfrigkeit ergriffen «.

Narkolepsie wird nicht durch psychische oder psychiatrische Störungen verursacht.

Narkolepsie ist eine neurologisch bedingte Funktionsstörung der Schlaf-wach-regulierenden Zentren im Gehirn.
Zur Auslösung der Erkrankung wirken genetische Veranlagungen des Immunsystems und andere äußere Faktoren zusammen.

Narkolepsie ist eine chronische Krankheit, die lebenslang bestehen bleibt. Sie kann bereits im Kindesalter auftreten, häufiger jedoch erst in der Pubertät.
Die Lebenserwartung wird durch Narkolepsie nicht beeinträchtigt. Die Lebensführung der Betroffenen und oftmals auch ihrer Familie wird jedoch durch die Symptome beeinflusst.

Narkolepsie ist eine seltene Erkrankung, ca. 47 von 100.000 (M.M. Ohayon, R.G. Priest, J. Zulley et al., 2002 n.neurology.org/content/58/12/1826), deren Auswirkungen eine große Belastung für die Betroffenen bedeutet. Dabei sind die Auswirkungen und das Erscheinungsbild der Erkrankung individuell; die Symptome sind unterschiedlich ausgeprägt. Das führt vermutlich oft zu keiner eindeutigen oder späten Diagnose.
Bei Nichterkennung bzw. Nichtbehandlung kann Narkolepsie aufgrund gravierender Beeinträchtigungen bis zur Erwerbsunfähigkeit führen. Leider ist die Narkolepsie bei Ärzten und in der Öffentlichkeit noch verhältnismäßig unbekannt.

Nach dem heutigen Kenntnisstand der Medizin ist Narkolepsie nicht heilbar. Mit den Ergebnissen aus jüngsten Forschungen in Medizin und Pharmakologie stehen bessere Diagnose- und Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. So lassen sich, wenn die richtige Behandlung gefunden wird, die Symptome Schläfrigkeit, Einschlafattacken und Kataplexien lindern.

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